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Auf die Straße

Es gibt sie, die Wut über die steigenden Mieten! Um für den Protest zu mobilisieren, organisieren viele Mieter_innen, kämpfende Häuser, stadtpolitische Gruppen, Kiezinitiativen oder Stadtteilläden Demonstrationen, Kundgebungen oder Kiezspaziergänge.

Die Organisiserung gegen Mediaspree führte dazu, dass der Kampf gegen steigende Mieten an Fahrt gewann. Neben dem Protest gegen die Investor_innen während der Spreeparadeim Juli 2008 fand im November eine Demo gegen steigende Mieten statt.
2009 demonstrierten in Friedrichshain 5000 Menschen für den Erhalt linker Freiräume und gegen die Stadtumstrukturierung.

Unter dem Motto „Damit noch was zum Essen bleibt!“ fand am 3. September 2011 mit ungefähr 6000 Menschen eine große Demonstration gegen steigende Mieten, Armut und Verdrängung statt. Die Demo hatte eine lange Vorlaufzeit, damit sie in den Kiezen verankern werden konnte und um Zeit für eine breite Mobilisierung zu haben.
Die etwa sechs Kilometer lange Route startete am Hermannplatz, ging durch Neukölln, Alt-Treptow, Kreuzberg und endete am Oranienplatz. Es war die größte Mieter_innendemo seit 20 Jahren.

Unter dem Motto „Nimm was dir zusteht!“ demonstrierten in der antikapitalistischen Walpurgisnacht 2012 über 3000 Menschen gegen steigende Mieten, soziale Ausgrenzung und alltäglichen Rassismus.

Kotti & Co organisierte zahlreiche Lärmdemos und rief dazu auf, mit Kochtöpfen auf die steigenden Mieten im sozialen Wohnungsbau aufmerksam zu machen.

Viele Kiezinitiativen in Alt-Treptow, Kreuzberg, Mitte, Wedding, Friedrichshain, Neukölln organisieren Kiezspaziergänge, um über die Umwandlung in ihren Kiezen zu informieren. In Alt-Treptow werden z.B. viele Häuser von Baugruppen geplant. Dadurch wird die Einordnung im Mietspiegel verändert und es kommt zu Mietsteigerungen. Im Schillerkiez steigen die Mieten durch Ferienwohnungen, Sanierungen, Neuvermietungszuschläge und Anpassungen an den Mietspiegel. In vielen Teilen sind Mieter_innen auch durch Umwandlung in Eigentum von Wohnungslosigkeit bedroht.