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Ab nach draußen

Das ist nur die halbe Miete! Um sich zu informieren, was denn die ganze Miete ist, gibt es Straßenfeste, Infostände und Wandzeitungen. Aber eigentlich wollen wir gar nicht die ganze Miete. An der Yorckstraße steht gesprüht: „Wir wollen nicht ein Stück vom Kuchen, wir wollen die ganze Bäckerei!“

Zahlreiche kämpfende Häuser, Nachbarschaften oder Hausprojekte veranstalteten Hoffeste wie in der Schlesischen Straße 25, in der Wilhelmstraße 7, in der Bevernstraße 3 oder vor der Linienstraße 206.Straßenfeste gab es in der Richard-Sorge-Straße, in der Rigaer Str., in der Reichenberger Straßen, in der Hornstraße, in der Weisestraße oder im Wrangelkiez; oder etwa das Straßenfest Suppe & Mucke in Friedrichshain. Auf den Straßenfesten wird gefeiert und zusammen getanzt. Es gibt Raum, den Stress mit Mietsteigerungen und mit Vermieter_innen und Eigentümer_innen öffentlich zu machen. Das passiert mit Musik, Redebeiträgen, Broschüren, Flyern, Infotafeln oder kollektivem Kartieren.

Wandzeitungen sind auch eine Methode, Inhalte nach draußen zu tragen. Die Initiative Café Reiche z.B. gestaltete in der Reichenberger Straße eine Wandzeitung. Im Schillerkiez in der Herrfurtsraße/ Ecke Weisestraße gibt es eine Hauswand für den Mietprotest. Regelmäßig kommen neue Plakate, Informationen, Graffiti hinzu.

Kotti & Co gestaltete im Sommer 2012 zusammen mit den Interbrigadas ein Wandbild gegen steigende Mieten am Gebäude des Südblocks am Kottbusser Tor. Im September 2014 wurde das Fassadenbild „Berlin not for sale“ in der Manteuffelstraße in Kreuzberg eingeweiht.Es setzt sich mit Aufwertung, Verdrängung und Widerstand auseinander: mit der versuchten Räumung der Gerhart-Hauptmann-Schule, den hausgemeinschaften rund um den Heinrichplatz, dem Spreeufer, dem Gececondu am Kottbusser Tor, dem Oranienplatz, dem Gemeinschaftsgarten Ton-Steine-Gärten, dem Carloft in der Reichenberger Straße, der Cuvrybrache, der Lausitzer Straße und dem Kampf gegen Zwangsräumungen, Mit der Köpi, der Markthalle in der Eisenbahnstraße und der Köpi. Das Fassadenbild von den Kollektiven Pappsatt, Memfarado und Orangotango gestaltet.